Schluss mit der Black Box:
So entlarvst du missbräuchliche Mietpreise in deiner Nachbarschaft

Hast du auch dieses flaue Gefühl im Magen, wenn du den Mietvertrag für deine neue Wohnung unterschreibst? Oder wenn der eingeschriebene Brief mit der Mietzinserhöhung ins Haus flattert? Die Frage, die uns alle umtreibt, ist simpel, aber schwer zu beantworten:

Zahle ich eigentlich zu viel?

Die Statistik sagt: Wahrscheinlich ja. Allein im Jahr 2023 haben Mieter:innen in der Schweiz 10,6 Milliarden Franken zu viel bezahlt, weil die Mieten entkoppelt von den tatsächlichen Kosten gestiegen sind.

Im Schweizer Mietwesen herrscht ein Ungleichgewicht. Und in Zürich kosten 3,5 Zimmer oft schon mehr als 4.000 Franken. Eine aktuelle Studie zeigt: Wir Mieter:innen zahlen jährlich Milliarden mehr, als das Gesetz eigentlich erlaubt. Das Problem? Die Vermieter halten die Daten unter Verschluss.

Das können wir ändern. Wir wollen Licht in die «Black Box» der Mietpreise bringen, und deine Mithilfe spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Wissen ist Macht – besonders vor der Schlichtungsbehörde

Um zu verstehen, warum wir deine Unterstützung brauchen, müssen wir einen kurzen Ausflug in den «Maschinenraum» des Schweizer Mietrechts machen. Viele wissen nicht, dass der Mietzins nicht willkürlich festgelegt werden darf. Es gibt klare Regeln, aber die Berechnungsmethoden sind komplex.

Grob unterscheiden wir drei Szenarien, wie sich dein Mietzins zusammensetzen sollte:

1

bis 10 Jahre
Bruttorendite

Bei Neubauten berechnet sich der Preis aus dem Verhältnis von Baukosten/Landerwerb zu den Einnahmen. Für Betriebs- und Unterhaltskosten wird mit einer Pauschale gerechnet.

2

10 bis 30 Jahre
Nettorendite

Hier geht es um das investierte Eigenkapital abzüglich Unterhalt im Verhältnis zu den Einnahmen. Der Fokus liegt auf der tatsächlichen Rendite für die Vermieterschaft.

3

ab 30 Jahren
Orts- und Quartierüblichkeit

Ist eine Liegenschaft 30 Jahre oder länger im gleichen Besitz, kommt die Orts- und Quartierüblichkeit zum Zuge. Der Preis richtet sich danach, was für ähnliche Wohnungen im Quartier oder Ort verlangt wird.

Das Problem: Die Beweislast liegt bei dir

Egal, ob du deinen Anfangsmietzins nach der Vertragsunterzeichnung oder eine Erhöhung innerhalb der strikten 30-Tage-Frist anfechtest: Du musst vor der Schlichtungsbehörde argumentieren können.

Theoretisch müsste die Vermieterschaft ihre Rendite offenlegen. Die Praxis zeigt aber: Das passiert fast nie. Ohne diese Daten stehst du vor der Schlichtungsbehörde mit leeren Händen da. Genau hier schliessen wir die Lücke: Wenn die Vermieter schweigen, lassen wir die Daten der Gemeinschaft sprechen.

Selbst wenn die Renditeberechnung im Vordergrund steht, sind Vergleichsobjekte ein mächtiges Argumentationsmittel. Sie helfen der Schlichtungsbehörde einzuschätzen, was ein "angemessener" Preis ist. Wenn du beweisen musst, dass deine Miete missbräuchlich ist, sind Daten zu vergleichbaren Wohnungen eine starke Waffe.

Dein Schutzschild und Kompass

Wir haben ein Tool entwickelt, das genau dieses Daten-Vakuum füllt. Aber es funktioniert nur mit deiner Hilfe. Es bietet dir zwei massive Vorteile:

1. Der Reality-Check für deine Miete

Indem du deine Mietdaten eingibst, berechnen wir anonyme Durchschnittspreise in deiner direkten Umgebung.

Liegt dein Mietzins in den teuersten 10% vergleichbarer Wohnungen? Dann sollten bei dir alle Alarmglocken läuten. Das ist ein starkes Indiz für eine missbräuchliche Miete.

2. Solidarität, die sich auszahlt

Wenn ein:e Mieter:in den Preis anfechtet, werden konkrete Vergleichsobjekte (Referenzwohnungen) benötigt.

  • Deine Wohnung könnte genau dieses fehlende Puzzleteil für jemanden in deiner Nachbarschaft sein.
  • Wir geben niemals Daten an Vermieter:innen heraus.
  • Du entscheidest, ob und welche Infos du teilen willst.

Wir lassen nicht zu, dass übertriebene Renditeerwartungen von Grossinvestoren den Standard diktieren. Dein Eintrag hilft dabei, eine realistische Orts- und Quartierüblichkeit zu dokumentieren, auch wenn Vermieter ihre Buchhaltung nicht offenlegen wollen.

Ein Geben und Nehmen

Vielleicht brauchst du heute keine Vergleichswohnungen. Aber vielleicht zieht morgen dein Nachbar aus und die neue Mieterin steht vor einer 15% höheren Miete. Oder du ziehst in zwei Jahren um und bist froh, wenn deine Vormieter bereits für Transparenz gesorgt haben.

Indem wir unsere Daten teilen, brechen wir die Informationshoheit der Immobilienriesen auf. Wir schaffen Waffengleichheit vor der Schlichtungsbehörde.

Deine Daten sind sicher

Wir wissen, dass das Thema Miete sensibel ist. Darum gilt bei uns:

  • Volle Anonymität bei öffentlichen Statistiken.
  • Datenweitergabe nur auf Anfrage und mit deinem expliziten "Ja".
  • Safety Zone: Keine Infos an die Vermieterschaft.

Wissen schützt vor Kosten

Viele Mieter:innen knicken ein, weil das Prozessrisiko zu hoch ist. Mit unserem Tool gehst du nicht blind in ein Verfahren. Du weisst vorher, ob deine Miete im obersten Zehntel spielt und ob du solide Vergleichsobjekte im Rücken hast.

Lass uns gemeinsam für faire Mieten in der Schweiz sorgen. Es dauert nur wenige Minuten, deine Angaben zu hinterlegen, aber die Wirkung kann für jemanden in deiner Strasse lebensverändernd sein.

Bist du bereit, Teil der Lösung zu werden?

Indem du deine Mietdaten teilst, hilfst du nicht nur dir selbst, sondern auch unzähligen anderen Mieter:innen in der Schweiz. Gemeinsam können wir für mehr Transparenz und Fairness sorgen.

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