«Mit Wowoni möchte ich eine Plattform schaffen, die Mieter:innen hilft, ihre Situation besser einzuschätzen.»
Mein Name ist Joel. Ich arbeite als Software-Entwickler und bin Mieter in Zürich. Wie viele andere wusste ich nicht, welche Rechte ich habe – bis es zu spät war.
Mir war lange nicht bewusst, dass die Mietpreise je nach Situation nicht einfach willkürlich festgelegt werden dürfen.
Der Auslöser: Raus aus der Untermiete.
Ich musste meine Wohnung verlassen und brauchte schnell etwas Neues. Wer den Markt in Zürich kennt, weiss: Du nimmst, was du kriegst.
Ich hatte Glück im Unglück und fand kurzfristig eine Wohnung in der direkten Nachbarschaft. Gleiche Fläche, gleiche Strasse, ähnlicher Standard und ein paar Häuser weiter.
Der Haken? Die Miete war mehr als doppelt so hoch. Statt CHF 1'200.– (alte Wohnung) sollte ich plötzlich CHF 2'800.– bezahlen: Beide ~50m² Wohnfläche und ältere Bauten.
Die 30-Tage-Frist verpasst.
Ich hatte ein ungutes Gefühl, aber ich unterschrieb. Ich dachte: «Das ist halt der Markt.»
Was ich nicht wusste:
- Es gibt eine maximale zulässige Rendite (basierend auf dem Referenzzinssatz + Zuschläge).
- Ich hätte den Anfangsmietzins innerhalb von 30 Tagen anfechten können.
Weil ich im Zügelstress war und meine Rechte nicht kannte, verstrich die Frist. Danach war ich an diesen Preis gebunden, obwohl er etwas höher als höchstwahrscheinlich zu hoch war, und wohl immer noch dor oben schwebt. Mit den Monaten summiert sich solch eine Differenz ganz schön ordentlich.
Bei einer Mietwohnung ist eine maximale Rendite von 3.25 Prozent zulässig.
Bei neueren Bauten werden je nach Situation bis zu 1.5% hinzugerechnet.
Die Beweislast liegt bei den Mieter:innen.
Ich habe mich geärgert. Nicht nur über das Geld, sondern über die Systematik. Vermieter nutzen Unwissenheit und Wohnungsnot aus, um Preise durchzusetzen, die vor hoffentlich keinem Gericht Bestand hätten – wenn man sie denn rechtzeitig anfechten würde.
Deshalb habe ich Wowoni gebaut (damals noch kreispreis). Ich will Datenpunkte visualisieren und Mietrecht so einfach machen, dass niemand mehr die 30-Tage-Frist verpasst oder aus Angst vor Bürokratie aufgibt.
Akzeptiere hohe Mieten nicht einfach als Schicksal. Informiere dich, vernetze dich und nutze deine Rechte.
Der Prozess ist mühsam und kompliziert. Es braucht aktuell viel Geduld und Zeit, die Miete zu überprüfen, und die Erfolgsaussichten sind nicht immer gewiss. «Recht haben» und «Recht bekommen» sind zwei paar Schuhe.

Für dich, mich, und alle anderen Mieter:innen.
Wowoni ist mein Beitrag gegen die steigenden Mieten.
Joel, 12. Dezember 2025
Deine Angaben zur Miete – dein Beitrag für Fairness.
Alleine bist du machtlos gegen ungerechtfertigte Preise. Aber wenn wir unsere Daten teilen, drehen wir den Spiess um. Indem du deine Miete teilst, hilfst du nicht nur anderen – du erhältst auch selbst Zugang zu Vergleichsdaten aus deiner Nachbarschaft. Beende das Schweigen über Mietpreise.
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